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Essen aus Konserven

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Essen aus KonservenKonserven in Film & Co. Bei Essen aus Büchsen denkt man unweigerlich an Mad Max. Wenn der unverschämt gut aussehende Mel Gibson seinem Hund das Dosenfutter weglöffelt, dann bekommt diese Szene einen Abenteuerwert, der schon fast ins Erotische driftet. Niemand futtert sinnlicher seine letzte Mahlzeit mit schmutzigen Fingern aus einer verbeulten Büchse wie dieser Endzeitkrieger, oder? Ich will den Löffel haben! Den Kerl nehme ich mit dazu und bekoche ihn gratis aus meinem Notvorrat.
Er scheint ja nicht sehr wählerisch zu sein. Ebenso unwiderstehlich
wirken Cowboyfilme, in denen ein wettergegerbter Clint Eastwood am
Lagerfeuer sitzt, seine letzten Bohnen in den glühenden Tiegel kratzt
und die speckgewürzte Pampe mit seinem Kumpel brüderlich teilt.

Das
duftet aus dem Fernseher bis ins Wohnzimmer! Moderne Internet-Bauern
füllen bei “Farmerama” ihre Vorratskammern, Siedler pflücken Konserven
von Bäumen und bei Second Life gibt es Supermarktketten, in denen man
alles einkaufen kann, was sogar live zu gebrauchen ist, auch wenn man es
nicht essen kann, beispielsweise Bücher.

Notvorrat auch im Real Life wichtig?

Natürlich! Nicht weil wir uns auf das angeblich bevorstehende Ende der Welt einstellen müssen, sondern weil wir auch für kleinere Katastrophen gewappnet sein sollten. Dazu zählen z.B. extreme Wintereinbrüche. Meist fällt dann auch noch der Strom aus, womit sich Tiefkühlkost als Hilfsvorrat erübrigt.

Oder denken Sie an verheerende Überschwemmungen! Seltener sind in unserer Region Erdbeben. Notfalllisten findet man im Netz. Auch das Amt für Katastrophenschutz informiert über geeignete Bevorratung für den Notfall, allerdings weniger hilfreich.

Gesunder Menschenverstand reicht meist aus, den eigenen Notvorrat seinen persönlichen Bedürfnissen optimal anzupassen. Dazu gehören Getreideprodukte, wie Mehl, Nudeln und Reis, Tee, Milchtrockennahrung sowie Konserven in jeglicher Form – also, alle lange haltbaren Nahrungsmittel.

Wegwerfgesellschaft adé!

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist zwar eine gesetzlich vorgeschriebene Markierung, hat aber mit der tatsächlichen Haltbarkeit nichts zu tun. Günter Jauch (oder war es Stefan Raab?) testete letztens in einer Fernsehsendung die Haltbarkeit von Büchsennahrung aus dem zweiten Weltkrieg. Es war alles noch essbar! Konserven ghören auf jede Notvorratliste.

Sie müssen demnach keine Nudelsuppe oder Rouladen aus der Dose wegwerfen, nur weil das Datum behauptet, es wäre soweit. Spätestens, wenn Sie hungrig im Keller Ihres eingeschneiten Hauses sitzen, werden Sie für Sardinen aus dem Jahr 2009 oder eingelegte Kirschen von vor vier Jahren überaus dankbar sein.

Written by dabeisein

Dezember 30th, 2011 at 4:53 pm

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